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Tarifkonflikt bei der Bahn bald gelöst?

Viele Deutsche sind verärgert von den vielen Streiks, zu denen sich die Mitglieder der Lokführergesellschaft in den letzten Monaten gezwungen gefühlt haben. Aber viele haben auch Verständnis für die Streiks: Mit anhaltender Dauer des Tarifkonflikts wird in der Öffentlichkeit immer bekannter, dass es bei der Auseinandersitzung nicht bloß um Lohnerhöhungen geht, sondern um die verfassungsmäßigen Rechte kleiner Gewerkschaften. Diese fühlen sich aufgrund des wahrscheinlich bald in Kraft tretenden Tarifeinheitsgesetzes in ihrer Existenz bedroht, denn dieses würde ihnen das Streikrecht entziehen und sie zwingen sich bei den Tarifverträgen den großen Gewerkschaften unterzuordnen.

Macht die Bahn Zugeständnisse?

Im Kern dreht sich der Streik um die Forderung der GDL für alle Mitglieder unterschiedlichster Berufsgruppen Tarifverträge abschließen zu können. Die Bahn spielt dabei auf Zeit und versucht den Konflikt bis zur Einführung des Tarifeinheitsgesetzes zu verzögern. Streiks werden dabei in Kauf genommen und sind bei der Verhandlungsstrategie der Bahn, die sich komplett in der Hand des Bundes befindet, mit einkalkuliert. Die Bahn wird dabei von Instituten beraten, die sich auf sogenanntes Union-Busting spezialisiert haben. Liest man Details zu deren Strategien, kommen schnell Zweifel an der nach außen getragenen Kompromissbereitschaft der Deutschen Bahn auf. Ob die geplante Schlichtung den Konflikt klären wird, bleibt zweifelhaft. Im Endeffekt dürfte die Angelegenheit auf der politischen Ebene im Hinterzimmer geklärt werden.

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Neue Bahnstreiks ab Mittwoch

Der Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der GDL kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem es nach dem letzten Streik so ausgesehen hatte, als hätte man sich geeinigt, sind sich die beiden Parteien scheinbar immer noch nicht näher gekommen. Scheinbar weigert man sich, eine schriftliche Einigung zu erstellen, während die GDL mündlichen Versprechungen seitens der Deutschen Bahn nicht traut. Diese versucht anscheinend immer noch den Vertretungsanspruch der Gewerkschaft Deutscher Lokführer, die Tarifverträge für alle ihre Mitglieder abschließen möchte, abzuwehren. Ab diesem Mittwoch plant die GDL deshalb neue Streiks, die vor allem den Güterverkehr treffen sollen.

Werden die Passagiere verschont?

Die GDL hat angekündigt, mit ihrem neuen Streik vor allem den Güterverkehr lahmlegen zu wollen. Im Gegensatz zu den vorherigen Streiks sollen also weniger die normalen Passagiere und Pendler beeinträchtigt werden, die besonders unter den vorigen Streiks leiden mussten, sondern der Güterverkehr, also die Geschäftskunden der Deutschen Bahn. Diese dürften auf etwaige Verspätungen noch empfindlicher reagieren, wenn beispielsweise die Produktion in Fabriken aufgrund nicht eingetroffener Produktionsgüter still steht. Im Bereich des Güterverkehrs soll der Streik sogar schon dienstags nachmittags beginnen. Seitens der Bahn ist man derzeit damit beschäftigt, einen Notfallfahrplan auf die Beine zu stellen. Natürlich werden auch viele Passagiere des Personenverkehrs betroffen sein, für diese ist folgendes relevant: Ab einer Stunde Verspätung werden 25% des Ticketpreises erstattet, ab zwei Stunden werden sogar 50% zurückgezahlt, obwohl es sich bei Streiks eigentlich um höhere Gewalt handelt und die Bahn nicht zu Rückzahlungen verpflichtet ist. Durch die Kulanz versucht man wohl auch die Passagiere nicht an die neuen Fernbusse zu verlieren, in der Branche ist man natürlich hoch erfreut über den erneuten Streik bei der Bahn.

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