Gabriel rückt von Klimaschutzzielen ab

Deutschland ist Vorreiter in Sachen Klimaschutz, jetzt rudert die Bundesregierung zurück: Wirtschaftsminister Gabriel hat zugegeben, dass man die gesetzten Ziele nicht einhalten werden. Grund dafür ist der Einsatz von der klimaschädlichen Kohle als Energieträger. Gabriel weigert sich, diese per Gesetz vom Netz nehmen zu lassen. Von Umweltpolitiker aber auch aus der eigenen Partei kommt es deswegen zu Protest: Die Klimaschutzziele seien wichtig, gerade wegen den laschen internationalen Zielsetzungen.

Klima gegen Wirtschaftlichkeit

Ein schneller Ausstieg aus der Kohle-Verbrennung ist mit Sigmar Gabriel nicht zu machen. In der Diskussion verweist er regelmäßig auf die wirtschaftlichen Folgen eines raschen Kohle-Ausstiegs. Die Kraftwerke sind auch deshalb von Bedeutung, weil sie geeignet sind, die Grundlastspannung des Netzes zu erhalten, wenn gerade wenig erneuerbare Energien ins Netz eingespeist werden. Die Kohle boomt derzeit vor allem deswegen, weil deren Preis auf dem Weltmarkt sehr niedrig ist. Die USA kaufen kaum noch Kohle, nachdem sie durch den massiven Einsatz von Fracking über sehr viel Erdgas verfügen und kaum noch Kohle benötigen.

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