Ukraine-Berichterstattung: Ansätze der Selbstkritik bei der Tagesschau

Nachdem zuletzt der Programmbeirat der ARD die Berichterstattung der Tagesschau über den Ukraine-Konflikt als unausgewogen kritisiert hat, scheint man sich jetzt auch intern in der 30 Kopf starken Redaktion der Tagesschau mit der Qualität der Berichterstattung auseinandergesetzt zu haben. Jedenfalls wurde jetzt ein Blogbeitrag in dem Ansätze von Selbstkritik zu finden sind. Allerdings muss man diese zwischen Rechtfertigungen und Abwiegelungen suchen, sodass im Internet schnell Repliken auf den Blogbeitrag zu finden waren, die die halbherzige Auseinandersetzung mit der Kritik der Leser kritisiert. Dabei wird dem Verfasser des Blogbeitrags Arroganz vorgewurfen. Viele in der Tagesschau-Redaktion scheinen immer noch die Linie zu vertreten, dass die Kritik an der einseitigen Berichterstattung zum großen Teil fremdgesteuert sei, Leserbriefe und Beiträge in den Online-Foren also die Folge russischer Propaganda oder Geheimdienstarbeit sei. Auch wenn bestimmt entsprechende Einzelfälle existieren, eine ziemlich fragwürdige, fast schon beleidigende Argumentation, gerade von einer Redaktion die die Beiträge ukrainischer Meinungsmacher zu oft unhinterfragt übernommen hat.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Politik

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.