Doping-Studie wird zum Politikum

Die vom Innenministerium in Auftrag gegebene Studie, die an der Berliner Humboldt-Universität durchgeführt wurde, sorgt weiterhin für Ärger im Berliner Politikbetrieb

Doping nicht nur in der DDR sondern auch in der BRD

Die Verantwortlichen wollten die Ergebnisse der Studie scheinbar nicht wahrhaben. Dass in der DDR Doping-Medikamente eingesetzt wurde, um die eigene sportliche Leistung während des Kalten Krieges hervorzuheben, sollen vergleichbare Praktiken auch in Westdeutschland angewendet worden sein. Zunächst sollte die Studie ungesehen im Aktenschrank verschwinden, nachdem die Presse aber auf die Untersuchungsergebnisse aufmerksam wurde, wurde die Studie doch noch veröffentlicht, wohl um den Schein der Transparenz zu wahren.

Diskussion auf Studie gelenkt

Anstelle darüber zu streiten, wie Doping besser verhindert werden könne, lenken Politiker von CDU und FDP die Aufmerksamkeit auf die Studie selbst und werfen den Wissenschaftler bei der Erstellen dieser Unwissenschaftlichkeit vor. Der Dopingbegriff sei nicht präzise und könne irgendwann auch auf eine Tasse ausgeweitet werden, so etwa ein Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes der die Studie im wissenschaftlichen Beirat überwachen sollte. Dass die Ergebnisse von dieser Seite aus in Zweifel gezogen werden sollen, ist natürlich wenig überraschend.

Friedrich: „Keine Verdunkelung“

Innenminister Friedrich scheint sich für die Ergebnisse der Studie ebenso wenig interessieren und bemüht sich eher um die Glaubwürdigkeit des Ministeriums. Den Vorwürfen einer Verdunklung von Fakten widerspricht er, der Leiter der Studie hatte zuvor den Vorwurf erhoben, dass Akten vernichtet  wurden, um die Arbeit der Forscher zu behindern.

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