Arbeitsministerium empört durch „Konsumlust“-Aussage

In Deutschland sind Nebenjobs seit Jahren auf dem Vormarsch. Immer mehr Bürger können ihren Lebensunterhalt mit ihrem Beruf nicht mehr aufbringen, häufig hilft nur die Aufnahme eines zweiten Jobs, der nach Feierabend oder am Wochenende ausgeführt wird. Eine Sprecherin des Bundesministeriums für Arbeit hatte jedoch auch eine andere Interpretation anzubieten, als sie gefragt wurde, worauf die steigende Annahme von Zweitjobs zurückzuführen sei. Offiziell besteht keine Erhebung über die Motive bei der Annahme von weiteren 450€-Jobs, neben der oben erläuterten Gründe sei auch „gestiegene Konsumlust“ als Ursache denkbar.

Spott im Netz für unbedachte Äußerung

Auch wenn die Äußerung der Sprecherin wahrscheinlich unüberlegt war: Im Internet entfaltete sich schnell eine Welle des Spots aufgrund der schwer nachvollziehbaren Äußerung. Verständlich, die Interpretation von finanzieller Not als Konsumstimmung wirkt wie eine sarkastische Schlagzeile von der Titanic oder dem Postillion. Man fühlt sich an Guido Westerwelle erinnert, der mit seiner Aussage, Arbeitslose lebten in spätrömischer Dekadenz, massive Kritik eingefahren hatte.

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