Medienforscher kritisieren Jugendwerbung der Bundeswehr

Die Bundeswehr steht für ihre Praktiken bei der Anwerbung junger Rekruten weiterhin in der Kritik. Während die Feriencamp-Kampagne in Zusammenarbeit mit der Jugendzeitschrift Bravo mittlerweile beendet ist, sorgt nun eine Webseite für Verärgerung, welche junge Menschen für den Dienst in der Bundeswehr begeistern soll.

Studie über Wirkung der Webseite

Medienforscher der Universität Freiburg haben eine Studie durchgeführt und die Zusammenfassung der Ergebnisse veröffentlicht. In dieser wurden Sprachmuster sowie der Wortschatz, welche auf der Webseite benutzt werden, analysiert. Den Ergebnissen nach bau die Bundeswehr bei der Webseite weniger auf Argumente für den Dienst, sondern versuche über Emotionen bei der Zielgruppe den Eindruck zu erwecken, dass es sich bei der Bundeswehr weniger um Krieg als um Reisen, Abenteuer, Kameradschaft, beeindruckende Maschinen und nicht zuletzt eine gute finanzielle Absicherung ginge.

Neue Mittel bei der Suche nach Rekruten

Dass die Bundeswehr nach dem Ende der Wehrpflicht jetzt neue Wege sucht, um Nachschub für die Truppe zu finden, ist weder verwunderlich noch verwerflich. Aber Kampagnen, die die Realität verzerrt wiedergeben, sodass sie Werbebotschaften privater Unternehmen erinnern, sorgt bei den Forschern und auch in der Gesellschaft für ein Unwohlgefühl. Hier der Link zur Bundeswehr-Jugendplattform.

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