Gerard Depardieu lobt Putin

Die Debatte über die die Staatsangehörigkeit von Gerard Depardieu hält an. Darüber sollte sich der französische Schauspieler nicht beschweren dürfen, denn nun hat er diese erneut mit einem Statement angeheizt. Insofern scheinen die Geschehnisse der letzten Wochen weniger auf Depardieus Unwillen, den Großteil seiner Einkünfte über einer Millionen Euro an den französischen Staat zu bezahlen, zurückzuführen zu sein, sondern sind wohl mehr der Ausdruck von Protest, der bei dem 64 jährigen Schauspieler den Anschein von Alterssturheit macht. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass Regeln von dem französischen Superstar nicht mehr ganz so genau genommen werden: Neben dem Wechsel seiner Staatsbürgerschaft steht er für das Fahren eines Rollers in der Pariser Innenstadt mit dem Dreifachen der erlaubten Menge von Alkohol im Blut am medialen Pranger.

Depardieu lobt Putin in Fernsehsendung

Zu seinem Verhältnis zu Russland, in dem der Schauspieler eine hohe Popularität genießt und mehrere Werbeverträge hat, und dem dortigen Präsidenten Putin hat Depardieu sich jetzt in einer russischen TV-Show geäußert: Er möge Putin sehr, dieser sei ein „powerful political activist„. Ebenso attestierter er Putin politische Weisheit. Die Verbrüderung von Putin und Depardieu erinnert an den deutschen Ex-Kanzler Gerhard Schröder, der dem Ex-Geheimdienstler Putin bescheinigte, ein lupenreiner Demokrat zu sein. Über die Opposition in Russland wusste Depardieu weniger Gutes zu sagen. Diese hätte weder ein Programm noch ein Konzept, zwar seien kluge Leute unter den Oppositionellen, welche für das politische Leben allerdings unpassend wären.

Zweifel an Authentizität der Aussagen

Wie bereits bei dem vor wenigen Wochen von Depardieu verfassten Brief, dessen Echtheit wegen fehlerhaften französischen Formulierungen hinterfragt wird, gilt auch bei den neuen Aussagen des Schauspieler-Stars ein gewisser Vorbehalt: So wurde bei der Ausstrahlung des Fernsehauftritts die russische Übersetzung so über den französischen Originalton gelegt, dass sich die Aussagen nicht überprüfen lassen.

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